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necroweb.de – HolyHell

Hexo | 26. März 2010

Nicht nur optisch macht das Debütalbum “HolyHell” der gleichnamigen Band einiges her, auch akustisch hat sich das lange Warten auf den langersehnten Silberling gelohnt.
Nachdem es nun schon an die vier Jahre her ist, dass sich die Amerikaner um die charismatische Frontfrau Maria Breon als HolyHell formiert und sich eine treue Fangemeinde als Supportact von Manowar aufgebaut haben, fanden nun endlich ganze 13 Tracks einen – für mich – berechtigten Platz auf dem Debütalbum und heitzen dem Hörer ordentlich ein. Nicht zuletzt liegt dies an der ausdrucksstarken Powerstimme Breons, die ihre männlichen Bandkollegen im Griff zu haben scheint. Und dies sind keine Geringeren als Ex-Manowar Drummer Rhino sowie Joe Stump, ein talentierter Gitarrist und Musikdozent aus New York. Die Produktion veredelte Joey DeMaio himself, der auch am Songwriting Prozess hörbar mitwirkte. Dies zeigt sich besonders im Song “Angel Of Darkness”, der vorallem durch Versausschnitte wie Rising To The Sky und die prägnante Gitarren- und Schlagzeugarbeit stark an Manowars Hit “Warriors Of The World” erinnert. Böse Zungen könnten nun behaupten, HolyHell sei eine female fronted Version von Manowar, doch dieser Schein trügt. Sicherlich sind einige Parallelen zu Manowar Songs nicht zu leugnen, dennoch brilliert das apokalpytische Konzeptalbum durch die frische, klare und druckvolle Produktion und melodischen, teils auch innovativen Songs.
Bereits der Opener “Wings Of Light” fegt den Hörer mit schnellen Metalriffs weg und überzeugt durch Eingängigkeit in Strophen und Refrain. Bleibt Breon überwiegend im angenehm klingenden tieferen Gesangsbereich, so beherrscht sie auch Soprantöne, die nie nervig wirken, wie es bei einigen ihrer Kolleginnen der Fall ist.
Mit “Prophecy” geht es uptempolastig weiter. Zeit zum Luft holen lassen uns die Musiker somit nicht. Und das ist gut so, denn auch dieser Track besticht durch Ohrwurmcharakter. Die Kombination aus schnellem Gitarrenspiel und kontinuierlichen Drumparts wecken den Metalhead und laden zum Bangen ein. Stump darf sich hier in einem Gitarrensolo präsentieren, was dem Track das gewisse Extra verleiht.
Nachdem ich gerade erwähnte, dass einem wohl so schnell keine Pause vergönnt sein wird, ertönt das balladeske und sehr emotional gesungene “Revelations” aus den Boxen, das nahtlos zu “Eclipse” überleitet. Ungewöhnlich beginnt dies durch orchestrale und chorale Elemente, welche eine düstere, apokalyptische Atmosphäre aufbauen. Die eher an Deathlike Silence erinnernde Gesangsstimme von Breon, die dann einsetzt, und die zunächst hell gestimmten Gitarren überraschen da erst ein wenig – bis die Manowar typischen Gitarrenriffs einsetzen. Der Refrain wirkt dann schon nahezu bombastisch.
Mit “The Fall” folgt dann die Ballade par excellence. Ohne Worte – einfach hören und genießen.
Nach der Hälfte des Albums ist bereits enorm viel Zeit vergangen, sind die meisten Songs doch nicht unter fünf Minuten. Doch das schnellere “Holy Water” und das mit Pianosolo beginnende und sich in orchestralem Bombast steigernde Instrumental “Mephisto” zeigen auch im folgenden, dass HolyHell beim Hörer keine Langeweile aufkommen lassen wollen. Gerade letzteres wirkt durch zusätzlich eingesetzte Pauken und stark verzerrte Gitarren und Keys ‘interessant’. Ob das positiv oder negativ ist, sei mal dahingestellt, es lässt zumindest hinhören. Man hätte es sich aber auch sparen können.
Ein wenig beginnt das Album dann gegen Ende zu schwächeln, was aber daran liegt, dass die Spielzeit einfach extrem lang ist. Um “HolyHell” genießen zu können, sollte man also Zeit mitbringen.
Gelungen auf alle Fälle der Abschluss mit “Apocalypse” und “Armageddon”. Holt man im ersten vorallem zu Doublebassattacken aus, steht im letzten Track zunächst die Stimme Breons im Vordergrund, welche anschließend durch puren Metal ergänzt wird. Der Hörer wird nach einer nur kurzen Durststrecke am Ende wieder gekonnt zum Geschehen zurückgeholt und es bleiben hörenswerte Songs im Ohr.

HolyHell bieten dem Hörer geballten Heavy Metal, der an Gothic und Rock Elementen nicht spart. So entsteht eine Mischung, die auch nach mehrmaligem Hören nicht langweilig wird und immer neue Facetten offenbart. Das Warten hat sich demnach gelohnt und mit “HolyHell” ist der Band ein vielversprechendes Debüt gelungen, was Freude auf mehr macht. Minimale Abzüge gibt es für wenige aber dafür extreme Vergleichsmöglichkeiten mit Manowar Songs und für die Länge der Tracks, die meist die 5 Minuten durchbrechen. Auf 13 Songs verteilt ist dies zwar ein langwieriges Hörvergnügen, jedoch versäumen es die Lieder dadurch an einigen Stellen interessant zu bleiben. Doch beide Punkte sind kaum der Rede wert und somit: 9 Punkte und eine Kaufempfehlung!

Anspieltipps: Wings Of Light, Prophecy, Eclipse, The Fall, Apocalypse

 

Quelle: http://www.necroweb.de/magazin/neues-album/holyhell-holyhell/index.php

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burnyourears.de – HolyHell Review

Hexo | 26. Dezember 2009

Die Debüt-EP “Apocalypse” schlug ein wie eine Bombe. Durch stetiges Pushen durch MANOWAR-Bassist und Magic Circle Music-Chef Joey DeMaio sowie Schützenhilfe in Form von Gastauftritten von Eric Adams wurden HOLYHELL schnell bekannt. Zwei Jahre nach “Apocalypse” erscheint nun das erste, selbstbetitelte Album der Amerikaner um die hübsche Frontfrau Maria Breon, Flitzefinger Joe Stump, ex-MANOWAR-Drummer Rhino sowie Bassist Jay Rigney und Keyboarder Francisco Palomo – und es ist verdammt gut geworden.

Der HOLYHELL-Sound kann als Mischung aus traditionellem, symphonischen und ein wenig Gothic Metal beschrieben werden. Assoziationen zu Bands wie NIGHTWISH, den wohl erfolgreichsten Vertretern in der Sparte des bombastischen , melodischen Metals mit weiblichen Vocals, kommen natürlich nicht von ungefähr. Trotzdem schaffen es HOLYHELL, recht eigenständig zu Werke zu gehen und dabei vor allem eine hörbare Spielfreude an den Tag zu legen, die anderen Bands auf dem schmalen Grat zwischen Melodie und Kitsch fehlt. Maria Brenos Gesang ist absolut tadellos, die Frau besitzt eine wunderschöne Stimme und beherrscht sämtliche Tonlagen. Die instrumentale Fraktion, allen voran Stump, der mit schnellen, aber doch melodischen Flitzefinger-Soli auf sich aufmerksam macht, und Drummer Rhino (von dem bekannt sein sollte, dass er das Schlagzeug spielen wirklich drauf hat), weiß ebenfalls sehr genau, was sie tut. Die in schlichtem schwarz gehaltene CD offenbart ein Gros an sehr eingängigen, bombastischen Songs, die klasse arrangiert und umgesetzt wurden. Egal, ob der treibende Opener “Wings Of Light”, die wundervolle, emotionale und orchestrale Ballade “The Fall” (mit tollem Gitarrensolo), das abwechslungsreiche und sehr gut auf Brenos Stimme zugeschnittene “Revelations”, der Ohrwurm “Eclipse”, das düstere “Angel Of Darkness” oder der Abschluss mit “Apocalypse” (fantastischer Chorus) und “Armageddon” – die Qualität der Tracks ist durchgehend hoch, die Melodien klasse, Härte und Bombast halten sich gut in der Waage.

Bis auf “Phantom Of The Opera” sind übrigens alle Tracks der “Apocalypse”-EP auch auf “HolyHell” vertreten, und bei einem Blick auf die Credits macht man erst einmal große Augen: MANOWAR-Boss Joey DeMaio, von dessen Einfluss sich HOLYHELL laut Platteninfo gelöst haben, indem sie “selbst das Ruder” übernommen haben, hat an ganzen sechs Songs mitgeschrieben, auch RHAPSODY OF FIRE-Mitglied Alex Staropoli hat mitgeholfen. Bei genauerem Hinhören ist ein MANOWAR-Einfluss sowohl kompositorisch als auch beim Klang (der Bass ist ein wenig zu kräftig geraten, ansonsten ist die Produktion nicht so fett wie angekündigt, aber immer noch sehr gut) nicht zu leugnen.

Trotz (oder gerade wegen?) der Schützenhilfe klingt “HolyHell” eigenständig und einfach klasse. Die erst 2005 gegründete, nordamerikanische Band überrascht mit einem Opus, das andere Combos in ihrer ganzen Karriere so nicht hinbekommen. Bitte weiter so!

 

Quelle: http://www.burnyourears.de/artikel-menue/cd-reviews-menue/8265-holyhell-holyhell

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metal.de – HolyHell Review

Hexo | 9. Dezember 2009

Die alternden Jungs von MANOWAR haben in den letzten Jahren immer wieder für äußerst zwiespältiges Aufsehen gesorgt. Sei es die manische DVD-Veröffentlichungswut oder die klassisch angehauchten und gleichzeitig qualitativ unterirdischen “Metal-Opern”, die unter dem mächtigen Bandnamen veröffentlicht worden sind. Mit dem Plattenlabel Magic Circle Music, für das MANOWAR-Bassist Joey DeMaio eifrig am Werkeln ist, ist der Band samt Mitarbeitern aber endlich wieder einmal ein guter Zug gelungen. Mit dem Release der METALFORCE-Scheibe hat das Label schon einmal ordentlich aufgezeigt. Die hauseigene Truppe HOLYHELL, die vorab schon heftig promotet und vermarktet wurde, kann dabei auch als Glücksgriff gewertet werden, denn mit dem selbstbetitelten Debüt legt die US-amerikanische Gothic-Formation ein wirklich überzeugendes Album ab.

HOLYHELL fahren, dank ihrer wunderbaren Frontfrau Maria Breon, im Fahrwasser von Bands wie DELAIN oder auch NIGHTWISH. Die Musik der Amerikaner schraubt aber den, für dieses Genre typischen Bombastikfaktor etwas zurück und besinnt sich eher auf klingende Melodien und lässige Gitarrenläufe. In den vokalen Gebieten bleibt aber trotzdem alles beim Alten. Soll heißen, dass Breon immer wieder für Gänsehaut sorgen kann, aber sich trotzdem nie in opernhaften Gefilden aufhält. Seit 2005 sind HOLYHELL nun schon unterwegs und es hat ganze vier Jahre gedauert, bis das Album endlich fertig produziert wurde. Scheinbar hat sich nun schlussendlich ein fixes Line-up entwickelt, obwohl die Formation eher wie ein kleines Allstar-Projekt anmutet, denn Joe Stump an der Gitarre und Jay Rigney am Bass sind absolut keine Anfänger, sondern zählen schon lange zur Gruppe renommierter Rock- und Metal-Künstler. Trotz allem scheinen sich die Jungs bei HOLYHELL wohlzufühlen und so soll es auch sein!

Auf alle Fälle liefert das Album dreizehn durchwegs gute Songs ab, die eine üppige Spielzeit von über 70 Minuten aufweisen können. Musikalisch wird standesgemäß die ganze Bandbreite gothischer Stilistik geboten. Vom eingängigen Opener (“Wings Of Light”) über die stilvolle Ballade (“The Fall”) bis hin zum düsteren Stampfer (“Angel Of Darkness”) ist alles dabei, was das melodische Herz begehrt. Breon und ihre instrumentelle Truppe legen ein handwerklich sehr gut gemachtes Album ab, das sich auf alle Fälle hören lassen kann. Überraschungen sollte man zwar trotz allem keine erwarten, aber HOLYHELL scheinen das Zeug zu haben, in diesem Genre noch Großes zu leisten. Für ein Debüt ist die Platte mehr als gelungen und sei Fans von WITHIN TEMPTATION, NIGHTWISH, DELAIN und Co. unbedingt ans Herz gelegt. Auch Joey DeMaio, der sich für die satte Produktion verantwortlich zeichnet, hat gute Arbeit geleistet, was man von seiner zwischenzeitlichen Arbeit bei MANOWAR nur bedingt behaupten kann. HOLYHELL legen aber ein absolut gelungenes Erstlingswerk ab, das sich im immer besser werdenden Backkatalog von Magic Circle sicherlich gut integrieren kann. Wie gesagt, die Platte ist zwar nicht der Überhammer geworden, aber trotzdem weiß man, was man an dieser Band in der Zukunft noch haben wird…

Quelle: http://www.metal.de/cdreviews.php4?was=review&id=13694

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whiskey-soda.de – HolyHell Review

Hexo | 21. November 2009

Nun ist es endlich soweit: das Manowar-Ziehkind Holyhell veröffentlicht sein gleichnamiges Debütalbum. Bevor es zu einer ausführlichen Kritik der Scheibe kommt, müssen aber einige wichtige Tatsachen auf den Tisch gelegt werden, die erklären, warum dieses Album an sich genommen eine gute, wenn nicht sogar perfekte Produktion geworden ist.

Wer sind eigentlich Holyhell? Klingt ja an sich ziemlich hart. All diejenigen, die nicht auf den Manowar-Konzerten der vergangenen Jahre zugegen waren, bei denen die Band als Vorband spielte, sollten zumindest einen kleinen Abriss der Bandgeschichte bekommen:

Holyhell besteht aus Sängerin Maria Breon, die dem Bassisten von Manowar, Joey DeMaio, sagte, sie wolle gerne in einer Metalband spielen. ‘Kein Problem’ meinte dieser und vermittelte ihr den Ex-Manowar-Drummer Rhino (der auf dem 1992er Album ‘The Triumpf Of Steel’ zu hören war). Zusammen ging man auf die Suche nach exzellenten Musikern und fand diese auch. So rekrutierte die Band Gitarrist Joe Stump, der sich nicht nur einen Namen durch Soloalben machte, sondern ganz nebenbei auch New Yorker Musikdozent ist. Als Bassisten konnte die Band den Studiomusiker Jay Rigney verpflichten; Keyboarder wurde Francisco Palomo, der über Hochschulabschlüsse in Komposition, Musikpädagogik und Theaterwissenschaften verfügt. Noch Fragen? Klingt doch ein wenig nach einer gecasteten Band im Sinne von Dieter Bohlen oder?

Man sollte das alles wissen, bevor man sich der CD widmet, auf der wir ein – angesichts der Beteiligten nicht überraschend – mehr als durchschnittliches Ergebnis wiederfinden. Schaut man sich zudem die Texte genauer an, findet man Manowar-Basser Joey als Produzenten und teilweise sogar Verfasser der Songs. Schon dürfte man nicht mehr objektiv an eine Rezension rangehen, denn welche ‘natürlich’ zueinander gefundene und durch diverse Gigs und Demos hochgearbeitete Band kann da noch mithalten?

Doch fangen wir an uns das Album möglichst unvoreingenommen zu erschließen: Stilistisch spielt die Band einen Mix aus Power Metal, Gothic Metal, orchestralen Arrangements und einer guten Portion True Metal. Allein der Opener ‘Wings Of Light’ weist doch sehr starke Manowar- oder Rhapsody Of Fire-Soundelemente auf. Erst wenn Marias Stimme einsetzt und auch die Melodielinie sich ändert, wird einem gewahr, dass es sich hier auch um eine Gothic-Metal-Formation handeln könnte. Nightwish oder Within Temptation in einem Manowar-Soundgewand? Klingt nicht neu aber auf jeden Fall interessant.

‘Wings Of Light’, ‘Prophecy’, ‘Holy Water’, ‘Gates Of Hell’ und ‘Apocalypse’ sind eingängig und druckvoll. Teilweise tolle Melodien erheben sich durch chorale Refrains zu einer mystischen Soundatmosphäre. Herausragende Tracks bilden dabei ‘Holy Water’ und ‘Apocalypse’, die zwischen Moll und Dur fließend wechseln und so den typischen Gothic-Metal-Stil perfekt umsetzen. Titel wie ‘Angels Of Darkness’ oder ‘Revelations’ bringen leider nichts Neues, sondern wärmen altbekannte Gothic Metal-Elemente auf (sakrale Keyboarduntermalung etc.), die es auf dem Markt mit Within Temptation, Edenbridge oder Leaves’ Eyes zur Genüge gibt. Schön dagegen umgesetzt ist die Powerballade ‘The Fall’, bei der Maria ihren ganzen Stimmumfang unter Beweis stellen kann.

Erwähneswert aber auch der Track ‘Mephisto’, ein rein instrumentelles Stück, in dem alle Instrumentalisten ausgelassen zeigen können, welcher Profikultur sie angehören.

Fazit: Holyhell ist musikalisch sicherlich keine Neuentdeckung, aber was die Band abliefert hat eine hohe Qualität, ist sehr eingängig und überzeugt durch eben diese Kombination. Mit Maria gibt es endlich mal wieder ein neues Gesicht unter den Metalfrontfrauen mit einer herausragenden Stimme. Die Profimusiker sind das i-Tüpfelchen der pefekten Bandkonstellation. Das Album strotzt vor Energie und Professionalität. Das Songwriting ist teilweise ausgefallen und abwechslungsreich im Gegensatz zu Manowar-Tracks. Hier merkt man deutlich den Unterschied, wenn DeMaio seine Finger mal nicht mit im Spiel hatte.

‘Holyhell’ ist als Debüt ein gutes Album geworden, allerdings erwarte ich für das nächste Album mehr Selbstständigkeit und Entwicklungsstreben im Songwriting sowie weniger Soli von Joe Stump (es muss nicht in jedem Song ein Solo sein).

Quelle: http://www.whiskey-soda.de/review.php?id=24703

 

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bleeding4metal.de – HolyHell Review

Hexo | 18. November 2009

Selten haben die Fans so lange auf ein erstes angekündigtes Album einer Band warten müssen wie bei HOLYHELL. Zumindest wenn man bedenkt, dass die unter den Fittichen von MANOWAR-Chef Joey DeMaio stehende Band erstmals beim Earthshaker 2005 ins Bewusstsein der Fans trat und seitdem dauerhaft als Special Guest im Dunstkreis der True Metal-Institution auf Tourneen und natürlich bei allen drei Inkarnationen des Magic Circle Festival am Start war, sind vier Jahre schon eine verdammt lange Zeit. Zwar gab es als erste Veröffentlichung bereits im Frühjahr 2007 die EP “Apocalypse” mit drei eigenen Songs und dem im Duett mit MANOWAR-Goldkehle Eric Adams dargebotenen Cover ‘Phantom Of The Opera’, doch das eigentlich für Sommer 2007 angekündigte Album wurde immer wieder nach hinten verschoben. Wenige Bands haben es ohne echten Longplayer geschafft, seit Jahren live unterwegs zu sein und dabei dennoch so abgefeiert zu werden wie dieser amerikanische Fünfer. Doch im Sommer 2009 war es tatsächlich endlich so weit: das erste, selbstbetitelte Album “HolyHell” fand den Weg zum Retailer des Vertrauens. Im Gegensatz zur EP entstand der Longplayer ohne songwriterische Unterstützung von außen und wurde wiederum von Joey DeMaio produziert.

Und das Warten hat sich definitiv gelohnt. Man merkt HOLYHELL an, dass es sich um gestandene Profis handelt: Sängerin Maria Breon hat ebenso eine klassische Ausbildung am Konservatorium genossen wie Keyboard-Wunderkind Francisco Palomo, Gitarrist Joe “Shred Lord” Stump lehrt gar an der Universität, Bassist Jay Rigney hat eine langjährige Erfahrung als Sessionmusiker hinter sich und zu Schlagzeuger Kenny „Rhino“ Earl muss man eigentlich keine Worte mehr verlieren – wer ein derart grandioses Album wie “Triumph Of Steel” mit MANOWAR eingespielt hat, hat sich seine Meriten zweifelsohne erworben. Diese Erfahrung zieht sich durch das ganze Debütalbum der vier Kerle und ihrer bildhübschen Fronterin – “HolyHell” wirkt absolut aus einem Guss, die bereits von der EP bekannten Songs, die nur minimal verändert wurden fürs Album, fügen sich ebenso nahtlos ins Gesamtbild ein wie die zehn anderen Titel. HOLYHELL ziehen eine bombastische Kombination aus klassischen Metal- und Hard Rock-Elementen, einer Prise Gothic und vielen orchestralen Arrangements auf, die in dieser Form so noch nicht gehört wurde. Abgesehen vom instrumentalen ‘Mephisto’ und der superben Ballade ‘The Fall’ geht’s dabei meist flotter zu Werke, ohne jedoch in Highspeed-Orgien zu verfallen. Thematisch bewegt man sich – passend zum Bandnamen und einer Vorliebe von Maria – im dualistischen Gegensatz zwischen Gut und Böse sowie Himmel und Hölle. Die Lyrics sind dabei auch absolut wert, genauer betrachtet zu werden. Ausfälle leisten sich HOLYHELL gar keine, stattdessen gibt es vom stimmungsvollen Opener ‘Wings Of Light’ über das fantastische ‘Eclipse’ bis zum Schluss mit ‘Armageddon’ nur Volltreffer, die sich auch nach wiederholtem Anhören nicht abnutzen. Neben der tollen gesanglichen Leistung von Maria Breon ordnen alle anderen Bandmitglieder ihre hervorragende Einzelleistung stets dem großen Gesamtbild unter und liefern damit ein exzellentes Stück Musik ab. Ein besonderes Lob übrigens hinsichtlich der Verpackung der CD: ein komplett schwarzes Jewelcase mit in Silber geprägter Schrift auf Vorder- und Rückseite beherbergt den Silberling und macht definitiv auch optisch einiges her – davon könnten sich einige Bands eine Scheibe abschneiden bei ihren Veröffentlichungen.

Das Warten auf HOLYHELL hat sich mehr als gelohnt, das Debütalbum übertrifft selbst die hochgesteckten Erwartungen und überzeugt auf ganzer Linie – eine ganz klare Empfehlung für eine Band, von der wir hoffentlich noch viel hören werden.

Anspieltipps: alles, insbesondere jedoch ‘Prophecy’, ‘Eclipse’, ‘Gates Of Hell’

Gesamtwertung: 9.0 Punkte

Quelle: http://www.bleeding4metal.de/index.php?show=review_de&id=2536

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